Nikolausaktion gegen Kinderarmut - Bundesweite Eröffnung: "Weihnachtsmannfreie Zone"

Gruppenfoto am Brandenburger Tor: Berliner Schulkinder mit Bischof Heiner Koch, Monsignore Georg Austen, Bischof Nikolaus, Maite Kelly und Eckhard Pols.  ©Markus Nowack
Gruppenfoto am Brandenburger Tor: Berliner Schulkinder mit Bischof Heiner Koch, Monsignore Georg Austen, Bischof Nikolaus, Maite Kelly und Eckhard Pols. ©Markus Nowack

Gemeinsam mit 120 Berliner Schulkindern, Erzbischof Heiner Koch, dem Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols, Sängerin Maite Kelly und natürlich dem "Heiligen Nikolaus" hat das Bonifatiuswerk am heutigen Vormittag eine große Nikolausaktion in Berlin gestartet. Mit ihr macht das katholische Hilfswerk in diesem Jahr auf das Thema Kinderarmut aufmerksam und eröffnet bundesweit seine "Weihnachtsmannfreie Zone".

Mit einer Stippvisite des Heiligen Nikolaus in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin und vor dem Brandenburger Tor wurde ein starkes Zeichen gegen Kinderarmut in Deutschland gesetzt: Stellvertretend für alle Kinder in Deutschland überreichten die Kinder aus dem Canisius Kolleg in Berlin eigenerstellte Transparente an Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft und forderten diese dazu auf, entschlossen gegen Kinderarmut vorzugehen.

Nikolaus ist Vorbild im Kampf für Kinderrechte

Obwohl wir in Deutschland ein so hohes Wohlstandsniveau wie noch nie erreicht haben, leben mehr als zwei Millionen Kinder in Armut oder an der Grenze zur Armut. "Kinder können sich nicht selbst aus der Armut befreien. Wer als Kind arm ist, bleibt es oft auch. Gerade für ein wirtschaftlich so erfolgreiches Land wie Deutschland ist dies eine traurige Bilanz.

 

Der heilige Nikolaus ist ein Vorbild im Kampf gegen Kinderarmut und für Kinderrechte. Er hat mit seinem Handeln Tore zu den Menschen geöffnet. Hier vor dem symbolträchtigen Brandenburger Tor sind auch wir dazu aufgefordert, Tore zu öffnen, solidarisch zu handeln und uns für mehr Gerechtigkeit, gerade für Kinder und Jugendliche, einzusetzen", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Gerade in unserer heutigen, pluralistisch geprägten Gesellschaft seien Kirche, Politik und Gesellschaft immer wieder aufs Neue gefordert, sich für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einzusetzen, sagte Erzbischof Heiner Koch.

 

Der Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols dankte den Kindern für ihr Engagement und versprach ihnen, ihre Forderungen in die "Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder" im Deutschen Bundestag einzubringen.

Auch die Sängerin und Botschafterin der "Weihnachtsmannfreien Zone" Maite Kelly war nach Berlin gekommen, um dem Kampf gegen Kinderarmut ihre Stimme zu verleihen. "Kinder haben das Recht auf Bildung, auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung", sagte Kelly.

 

Diese und weitere Forderungen hatten die Schüler des Canisius Kollegs auf ihre Transparente geschrieben. Anschließend übergaben die Schüler kleine Geschenke an die Caritas-Direktorin Ulrike Kostka und an Shorshana Rammo und Felix Wemhoff als Vertreter der Manege in Berlin-Marzahn, die diese Geschenke an bedürftige Kinder weitergeben werden.

Die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone"

Bereits seit 15 Jahren setzt sich das Bonifatiuswerk mit seiner Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" dafür ein, den Heiligen Nikolaus als Freund der Kinder und Helfer von Menschen in Not wieder ins Bewusstsein zu bringen. "Das Bonifatiuswerk steht für das Original, und das ist der Heilige Nikolaus. Er verkörperte christliche Werte, die für unsere Gesellschaft grundlegende Bedeutung haben wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Handeln. Heute in seinem Sinne zu handeln, bedeutet der bedingungslose Einsatz für die Würde jedes Menschen", sagte Austen.

 

Mit den Erlösen aus der "Weihnachtsmannfreien Zone" werden die ambulanten Kinderhospizdienste in Berlin und in Halle an der Saale unterstützt. (pk)

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