Auf Reisen! Das Nikolaus-Tagebuch

Der Schokonikolaus steht auf einem aufgeschlagenen Heftchen, auf dem noch ein silber-schwarzer Kugelschreiber liegt und ein rotes Band als Lesezeichen dient.

Wollten Sie schon immer wissen, was der Nikolaus eigentlich den Rest des Jahres so macht? Er verrät es uns jetzt und lässt uns -jeden Monat neu- in sein Tagebuch schauen. (thm)

Dezember 2018

Der Schokonikolaus steht auf einem roten Postkasten, auf dem in englischer Sprache steht: "Das ist kein normaler Postkasten"

8. Dezember 2018

Diesen besonderen Briefkasten habe ich im isländischen Reykjavík entdeckt. Dort können die Leute Briefe an den Weihnachtsmann einwerfen. Als ich mir diesen Postkasten, der schon mit einigen Briefen gefüllt war, näher anschaute, sprach mich ein kleines Mädchen an und fragte, ob ich einer von den 13 Weihnachtsmännern sei, die ab dem 12. Dezember aus den Bergen zu den Isländern kommen.

Ich erzählte ihr über meine Herkunft und mein Wirken. Interessiert lauschte sie meinen Worten und erklärte mir danach die Sache mit den 13 Weihnachtsmännern, die eigentlich Trolle sind.

In Island gibt es die Saga von einer Trollfamilie, deren Mutter Grýla ihre 13 Kinder so gut wie nie aus der Trollhütte lässt, außer im Dezember darf einer nach dem anderen zu den Menschen. Den artigen Kindern bringen die Trolle kleine Geschenke, den frechen alte Kartoffeln. Allerdings gehen sie nicht wieder ohne etwas aus dem Haus zu stehlen, wie Kerzen oder süße Kleinigkeiten. Eine Geschichte, deren Stoff die raue und mystische Natur des isländischen Winters liefert.

November 2018

Der Schokonikolaus steht bei Nachtdämmerung vor dem angestrahlten Hildesheimer Dom

15. November 2018

Licht aus, Spot an: Ich durfte dabei sein, als der Domplatz von Hildesheim zu einem Schauplatz der besonderen Art wurde. Bei einer Nacht- und Nebelaktion war ich einem Filmteam nah auf den Fersen. Was sie gedreht haben? Das darf ich jetzt noch nicht verraten, aber ihr könnt gespannt sein, denn der fertige Film kann sich sehen lassen. Premiere feiert er bei der bundesweiten Eröffnungsaktion der "Weihnachtsmannfreien Zone" Ende November in Aachen.

Oktober 2018

26. Oktober 2018

Umgeben von magisch glänzendem Wasser erstrahlt die kleine Insel Tautra aus dem norwegischen Fjord. Dort steht das Marienkloster der Trappisten-Schwestern, die einen einfachen Lebensstil pflegen.

Es ist schön zu sehen, was sich dort seit der Einweihung 2006 getan hat. Kamen zu Beginn sieben Schwestern aus dem US-Bundesstaat Iowa nach Tautra, sind es mittlerweile 16 Nonnen aus zwölf unterschiedlichen Nationen.

Ein mutmachendes Hoffnungszeichen für den Glauben nehme ich von meinem Besuch bei den Schwestern auf Tautra mit.

September 2018

Der Schokonikolaus steht auf einen schwarzen Sandstrand. Im Hintergrund das Meer und zwei hohe Felsen, die aus dem Meer ragen.

23. September 2018

Auf meiner Islandreise durfte ich heute an einem Ort halt machen, der von einer gewaltigen Kraft und einer magischen Schönheit geprägt ist. Reynisfjara an der Südküste Islands ist einer der bekanntesten schwarzen Sandstrände der Welt. Für mich ein Naturphänomen sondergleichen. Durch die Erosion von vulkanischem Gestein hat sich dieser wunderbare schwarze Sandstrand entwickelt.

Wie die zwei Felsspitzen hinter mir entstanden sind? Einer isländischen Legende nach sind sie Ruinen eines nächtlichen Kampfes zwischen zwei Trollen und einem dreimastigen Schiff. Als das Tageslicht anbrach verwandelten sich die zwei Trolle zu Stein und so war das Schiff mit ihnen für immer verbunden. Eine gewaltige Geschichte, die auch die Naturverbundenheit der Isländer widerspiegelt.

August 2018

3. August 2018

Libori… Die "fünfte Jahreszeit" in Paderborn ist angebrochen! Die Stimmung ist ausgelassen und alle feiern miteinander, auch die Schwestern des Marienklosters auf Tautra sind mit dabei. Denn seit 2001 wurde das dortige Kloster vom Bonifatiuswerk unterstützt.

Während der Festwoche habe ich die Gelegenheit bekommen, mich mit den Schwestern ausgiebig über ihre Gemeinschaft und das erweiterte Kloster auf Tautra zu unterhalten. Sie waren zu Libori gekommen, um sich für die finanzielle Unterstützung aus Paderborn zu bedanken und über die anstehenden Erweiterungen des Klosters zu berichten.

Juli 2018

Der Schokonikolaus steht vor einem Wasserfall in Island

21. Juli 2018

Mit insgesamt 17 Jugendlichen aus ganz Deutschland bin ich heute hoch in den Norden gereist, um die atemberaubende Natur und die dortige katholische Kirche kennenzulernen und zu unterstützen. Unter den 350.000 Einwohnern der Insel leben 13.000 registrierte Katholiken. Um die Seelsorge kümmern sich dreizehn Priester. Für die wachsende Gemeinschaft ist es herausfordernd, ihren Glauben zu leben, denn obwohl Island ein wohlhabender Staat ist, ist die katholische Kirche materiell arm.

Es freut mich sehr zu sehen, dass meine Freunde ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Mitmenschen auf Island haben. All diese Freiwillige verdienen meinen vollen Respekt für ihren Einsatz vor Ort!

Juni 2018

Der Schokonikolaus steht auf einem "Arm" eines gelben Strandkorbes. Im Hintergrund sieht man den Strand, das Meer und eine Frau und einen Mann, die am Wasser stehen

23. Juni 2018

Einfach herrlich! Hier in Niendorf an der Ostsee kann ich bei traumhaftem Sommerwetter so richtig die Seele baumeln lassen. Besonders fasziniert mich die kontrastreiche Landschaft mit ihren rauen Felsklippen und den feinen Sandflächen. Das Rauschen des Meeres ist ein willkommener Begleiter auf meinen täglichen Spaziergängen, die mir eine Zeit des Innehaltens in dieser so wunderbaren Schöpfung schenken.

So genieße ich hier die Urlaubstage in vollen Zügen und freue mich schon auf die trubeligen Tage Ende des Jahres.

Mai 2018

Der Schokonikolaus steht vor einem Bild, auf dem viele verschiedene bunte Menschenköpfe zu sehen sind

 12. Mai 2018

Heute war ich mit fast 90.000 Menschen zusammen in Münster im Auftrag Jesu unterwegs!

Ziel: Frieden suchen! Grade in unserer heutigen Zeit, geprägt von vielen Konflikten und Unruhen, ist es wichtig, sich für ihn einzusetzen.

Ein Zeichen für den Frieden hat auch Udo Lindenberg mit seiner zeitgenössischen Interpretation der 10 Gebote gesetzt. In der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster ist neben seinen Werken zu den Geboten Gottes auch das Motiv der Menschenfamilie, vor dem ich gerade stehe, zu sehen. Ein Bild, auf dem Menschen verschiedener Kulturen und Religionen vereint sind. Es soll den Blick füreinander schärfen, um friedlich miteinander zu leben.

Ein tolles Werk!

April 2018

Der Schokonikolaus sitzt in einem Kanu mit schwarzem Sitz und gelber Reling. Im Hintergrund ein See mit angrenzendem Wald.

1. April 2018

Besonders zu Ostern finden viele Taufgottesdienste statt. Das Wasser, mit dem getauft wird, ist in der Osternacht gesegnet worden.

In vorchristlichen Zeiten glaubten die Menschen daran, dass ihnen ein Bad in einem fließenden Gewässer am Ostersonntag ihre Jugend und Schönheit erhalten würde. Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und habe etwas für meine Schokoladenseite getan ;)

 

März 2018

Der Schokonikolaus ist in einiger Entfernung zum Brandenburger Tor positioniert.

 28. März 2018

 ... hat man auf jeden Fall in Berlin. Eine pulsierende Stadt, in der man so viel sehen und erleben kann. Bei meinem Besuch hat es mich natürlich auch an das Brandenburger Tor gezogen. Ein symbolträchtiger Touristenmagnet.

 

Aber vor allem habe ich auch die ruhigen Ecken, die zum Durchatmen einladen, sehr genossen. Zum Beispiel konnte ich in der St. Hedwigs-Kathedrale ein ganz besonderes "Lichtkreuz" bewundern, das je nach Tageszeit und Lichteinfall in unterschiedlichen Farbnuancen schillert.

 

Da hat der Künstler Ludger Hinse wirklich ein großartiges Werk geschaffen. In der Mitte der Kirche positioniert, kann es sozusagen auch als Dreh- und Angelpunkt einer Gemeinde verstanden werden, die lebendig ist, sich immer wieder weiter bewegt und auch offen für neue Herausforderungen ist – ermutigende Gedanken, die ich mit aus der Hauptstadt nehme.

Februar 2018

Der Schokonikolaus steht auf einer Mauer. Im Hintergrund ist der Kölner Dom mit seinen zwei markanten Spitzen zu sehen.

26. Februar 2018

Am zweiten Fastensonntag hat es mich in die kölsche Domstadt gezogen. Nach einem kurzen Spaziergang am Rheinufer, bei eisigen Temperaturen, aber stahlblauem Himmel, stand ein Besuch im Hohen Dom zu Köln auf meinem Programm. Passend zum Kapitelsamt war ich dort, das größtenteils in lateinischer Sprache gehalten wurde.

In der Predigt hat der Domkapitular daran erinnert, auf was es eigentlich in dieser Vorbereitungszeit auf Ostern ankommt. Für mich ist diese Zeit eine Zeit der Einkehr, der Buße und des Gebets, in der ich mich intensiv mit der österlichen Botschaft auseinandersetze.

Januar 2018

Der Schokonikolaus steht vor der Blauen Moschee in Istanbul. Zu sehen sind drei von den neun Minaretten.

29. Januar 2018

Das neue Jahr begann ich mit einer Reise in die Türkei. In Istanbul besuchte ich die Sultan-Ahmed-Moschee, die auch bei vielen wegen ihrer blau-weißen Fließen als Blaue Moschee bekannt ist.

 

Dort musste ich an das gemeinsame Gebet von Papst Franziskus und dem Großmufti von Istanbul Rahmi Yaran vor vier Jahren denken. Während seiner Türkei-Reise hatte Franziskus zur Achtung der Religionsfreiheit aufgerufen und betont, dass für muslimische, jüdische und christliche Bürger die gleichen Rechte und Pflichten gelten müssten. Auch heute darf dieser Appell nicht überhört werden.

 

So blicke ich auch gespannt auf das kommende Treffen zwischen dem Papst und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Anfang Februar.

Dezember 2017

Der Stall von Bethlehem. In der Mitte das Jesuskind, links daneben Josef, rechts, Maria. Im Hintergrund Ochs und Esel und am linken Bildrand der Nikolaus.

25. Dezember 2017

"Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr." (Lk 2, 1–11) So spricht der Engel des Herrn zu den Hirten in Bethlehem.

 

Dieser Tage gibt es Grund zu großer Freude, denn wir feiern die Geburt Jesu Christi, des Heilands der Welt. Er ist zu uns gekommen, um uns seine Liebe zu schenken. In unserer Dunkelheit ist er das Licht, das Frieden bringt.

 

So geht von ihm ein starkes Zeichen aus, das uns nicht nur zu Weihnachten daran erinnern soll, worauf es im Leben und in der Welt ankommt. Dafür bin ich ihm von tiefsten Herzen dankbar.

November 2017

Zwei Nikoläuse mit Mitra, Bischofsstab, Gewand stehen nebeneinander und schauen in die Kamera. Der Nikolaus auf der rechten Seite hält den Schokonikolaus in der Hand.

30. November 2017

Was war das nur für ein wunderbarer Tag im Europa-Park Rust. Nicht auf der Achterbahn, solch ein Gefährt ist mir doch nicht ganz geheuer. Nein, ich meine den Workshop für Nikolausdarsteller, den das Bonifatiuswerk zusammen mit dem Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg und der "Kirche im Europa-Park Rust" veranstaltet hat.

 

Ich war wirklich gerührt, wie motiviert die Teilnehmer waren, mehr über mein Leben und Wirken zu erfahren und welche Bereitschaft sie gezeigt haben, als es darum ging, meine Person den Kindern verständlich und authentisch zu vermitteln.

 

Dieser Kurs stärkt meine Hoffnung darin, dass Güte, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft die Grundpfeiler unseres Miteinanders bleiben.

Oktober 2017

Der Schokonikolaus steht auf einem Platz vor der Westminster Abbey in London.

22. Oktober 2017

Aus dem Wald in die Metropole: Nach meinem Ausflug in den Arnsberger Wald habe ich mir für ein paar Tage einmal London angeschaut. Faszinierend! Hier pulsiert wirklich das Leben, und es gibt eine Menge zu sehen.

Eigentlich viel zu viel für einige Tage. Da musste ich mich auf die Highlights beschränken: Tower, Tower Bridge, St. Paul’s, das British Museum…

 

Im "Reformationsjahr" hatte meine Reise natürlich auch einen ökumenischen Akzent: Ich habe am Evensong in der Westminster Abbey teilgenommen. Und sehr bemerkenswert: In der National Gallery habe ich ein Bild gesehen, das meine Bischofsweihe zeigt.

 

Entspannen vom Sightseeing konnte ich aber auch: Bei herrlichem Wetter im Hyde Park.

September 2017

Der Schoko-Nikolaus steht auf einer Brücke aus kleinen Ästen im Wald. Im Hintergrund sind grüne Pflanzen, Moos, Baumrinde und weitere Äste zu sehen.

28. September 2017

Auf in den Wald! Ende September ging es für mich auf eine besondere Wanderung. An einem milden Herbsttag durfte ich 21 Grundschulkinder aus dem Kreis Soest bei ihren Waldjugendspielen im Arnsberger Wald begleiten. Eine tolle Aktion, die jedes Jahr von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und den jeweiligen Forstämtern für die vierten Klassen angeboten wird.

 

An 14 verschiedenen Stationen konnten die Kinder auf spielerische Art und Weise den Lebensraum Wald näher kennen lernen und ganz nebenbei für die ökologischen Zusammenhänge sensibilisiert werden. Ob beim Spurenlesen von heimischen Tieren, beim Erraten von unterschiedlichen Baumarten oder beim Erschmecken von Waldfrüchten, die Mädchen und Jungen waren hellauf begeistert von der Vielfalt, die der Wald zu bieten hat.

 

Am Ende der Rallye waren sich alle einig, dass es wichtig ist, diesem einzigartigen Lebensraum mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Denn "jedes Geschöpf ist also Gegenstand der Zärtlichkeit des Vaters, der ihm einen Platz in der Welt zuweist." So wie es Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika "Laudato Si'" formuliert, so haben die Kinder ein Bewusstsein dafür bekommen, wie unerlässlich es ist, Gottes Schöpfung zu bewahren.

August 2017

Der Schokonikolaus steht auf einem "gestrandeten" Holzboot im Watt. Im Hintergrund sieht man wie die Sonne langsam ins Meer fällt.

25. August 2017

...das sollte man wirklich viel öfters machen. Sich einfach mal die Zeit nehmen, um die wunderschönen Dinge unserer Schöpfung wahrzunehmen und auf sich wirken zu lassen. In den vergangenen Tagen in Norddeich an der Nordsee haben das auch viele Urlauber getan - beim Spazieren auf dem Deich, beim Radfahren oder einfach beim Entspannen im Strandkorb.

 

Es tut gut, einfach mal, wie man so schön sagt, die Seele baumeln zu lassen. Besonders gut konnten das viele Urlauber, wie sie mir erzählt haben, beim Sonnenuntergang. Der war nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch Treffpunkt für Jung und Alt. Gemeinsam hat man dort den Tag ausklingen lassen und nebenbei noch neue Freundschaften geschlossen.

Juli 2017

Der Schokonikolaus steht vor der St.-Nikolaus-Kirche auf Langeoog, die von Sanddünen umgeben ist.

21. Juli 2017

Was war das für ein schöner Ausflug auf die Nordseeinsel Langeoog. Als Gast in der St.-Nikolaus-Gemeinde durfte ich ein paar vergnügsame Stunden mit einigen Kindern verbringen, die einer Einladung der Pfarrgemeinde gefolgt waren. Es wurde nämlich ein "Nikolaus-Nachmittag" in Anlehnung an den großen "San Nicola"-Tag im italienischen Bari veranstaltet. Dort wird jedes Jahr vom 7. bis 9. Mai mit einer Prozession an die Reliquienüberführung nach Italien erinnert.

 

An diesem Tag auf der ostfriesischen Insel hat die junge Gruppe einiges über mich, den Bischof von Myra, erfahren, wobei vieles für die Kinder nicht neu war. Zu sehen, dass mein Wirken und Handeln auch bei den Kleinen so präsent ist, hat mich persönlich natürlich sehr gefreut.Beim Malwettbewerb wurden dann kreative Motive rund um den heiligen Nikolaus in bunten Farben aufs Papier gebracht.

 

Nach dem gelungenen Nachmittag habe ich am Abend noch einen Streifzug über die Insel unternommen, bei dem mein Foto vor der St.-Nikolaus-Kirche entstanden ist.

Juni 2017

Der Schokonikolaus steht auf einem steinigen Untegrund vor einer kleinen Holzbank auf der zwei Kaffeetassen und ein kleiner Blumenstrauß stehen.  Im Hintergrund ist Wasser eines Sees zu sehen.

26. Juni 2017

Zu Tisch mit Freunden – sich Zeit nehmen für Andere, reden, hören und gehört werden. An einem schönen sommerlichen Junitag habe ich am Möhnesee im Sauerland ein kleines Picknick veranstaltet und bin recht schnell mit den Menschen, die sich dort eine kleine Verschnaufpause gegönnt haben, ins Gespräch gekommen.

 

Es war für mich sehr interessant zu erfahren, was sie zurzeit bewegt, wie sie das gesellschaftliche und politische Geschehen wahrnehmen. Oft habe ich herausgehört, dass sie sich allein gelassen und missverstanden fühlen.

 

Zwei junge Menschen, die aus Syrien fliehen mussten, haben von ihren Ängsten erzählt und von den kritischen Blicken und Reaktionen, die sie fast täglich erfahren. Sie würden so gerne dazugehören und respektiert werden. Wie wichtig wird da die persönliche Begegnung mit ihnen, mit den Flüchtlingen, um "die Angst und die verzerrten Ideologien zu vertreiben und die Menschlichkeit in uns wachsen zu lassen." Diesen Worten von Papst Franziskus zum Weltflüchtlingstag kann ich nur zustimmen.

Mai 2017

Der Nikolaus sitzt vorne im Fahrradkorb und schaut über den Lenker, an dem weiße und pinke Blumen hängen. im Hintergrund sieht man ein Getreidefeld.

27. Mai 2017

Im Marienmonat Mai lasse ich es mir nicht nehmen, mich auf das Fahrrad zu schwingen und das schöne sonnige Wetter auszunutzen und die frühlingshafte Natur zu genießen.

Aber Moment mal, will ich das, was mich umgibt, wirklich ausnutzen? Natürlich, auf der einen Seite ist es so ein Wort, so eine Phrase, die man einfach sagt. Aber denkt man einmal über die Bedeutung dieses Begriffes nach, kommt man ins Zweifeln. Mache ich alles nur zweckgebunden? Handle ich nur, weil mir dies oder jenes nutzen kann? Es muss doch auch noch möglich sein, ganz zwecklos miteinander zu interagieren...

 

Doch diese Tugend scheint heutzutage vielen Menschen fremd geworden zu sein. Sie handeln aus egoistischen Motiven und vergessen dabei, dass sie ein Leben auf Kosten der Anderen beziehungsweise unserer nächsten Generation leben, denn die Ressourcen, die uns die Erde schenkt, sind nicht grenzenlos.

 

Nehmen wir uns die Worte aus Laudato Si' - der Umweltenzyklika von Papst Franziskus – zu Herzen und lösen wir uns von dem technokratischen Paradigma, um das gemeinsame Haus zu schützen.

April 2017

Der Nikolaus steht auf einer grünen Wiese und neben ihm liegen bunte Ostereier.

16. April 2017

Ostern, das wichtigste Fest der Christen, durfte ich dieses Jahr in der Gemeinde St. Marien in Fürstenberg im Kreis Paderborn verbringen. Dort werden die Kar- und Ostertage zu einem ganz besonderen Höhepunkt, vor allem durch die musikalische Begleitung der Gottesdienste. Gesungen hat zum Beispiel der New Yorker Tenor Juan del Bosco. Neben traditionellen christlichen Liedern waren auch moderne Stücke dabei.

 

Nicht nur die Art und Weise, wie diese Osternacht gestaltet wurde, sondern auch der Anlass dieser Feier bewegt mich jedes Jahr aufs Neue. Mit dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi schenkt er uns Hoffnung für das Leben und hilft uns, die darin enthaltenen Gebrochenheiten zu heilen.

 

Diese Kar- und Ostertage haben uns wieder den Auftrag in Erinnerung gerufen, sich im Sinne Jesu Christi für das Leben einzusetzen.

März 2017

Der Nikolaus steht mit einem Wanderstock neben Osterglocken und Schneeglöckchen. Im Hintergrund sind einige Steinformationen zu sehen.

14. März 2017

Die ersten Sonnenstrahlen haben mich sofort in die Natur gelockt. Es ist wunderbar zu sehen, wie sie wieder mit voller Kraft erwacht, die Vögel zwitschern und die Osterglocken so langsam ihre leuchtenden Blüten zeigen. Im Teutoburger Wald, in der Nähe von Horn-Bad Meinberg, gibt es einen ganz besonderen Ort, den ich vor allem jetzt im Frühjahr für eine Wanderung empfehlen kann.

 

Die Externsteine zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands und ragen als riesige Sandsteinfelsen in den Himmel. Besonders fasziniert haben mich dort die verschiedenen Grotten, in denen man sich auf christliche Spuren begeben kann.

In der größten von ihnen wird eine ehemalige Kapelle vermutet. Dort soll wohl im Jahr 1115 Bischof Heinrich von Paderborn etwas geweiht haben, wie mir ein Ortskundiger erzählt hat.

 

Mit ihm bin ich dann ein wenig durch den Teutoburger Wald spaziert und er hat mir noch einige Geheimnisse der Externsteine verraten. Ein wahrlich beeindruckendes Fleckchen Erde.

Februar 2017

Mit Wanderhut, Konfetti und Luftschlangen verkleidet steht der Nikolaus vor dem Kölner Dom.

23. Februar 2017 - 11.11h

Na, dass ich noch zum Karnevalsjeck werde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Aber die Karnevalshochburg Köln hat mich wirklich positiv überrascht. Laut der Devise: "Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck", was so viel heißt wie: "Wenn wir unsere Kinder sehen, sind wir von den Socken", haben Jung und Alt sechs Tage lang miteinander getanzt, geschunkelt und gefeiert.

 

Es ist ein wunderbares Motto, das verdeutlicht, wie viel die Erwachsenen noch von ihren Kindern lernen können. Sie begegnen anderen Menschen so unvoreingenommen und sie überraschen uns immer wieder mit ihrem fröhlichen und ehrlichen Handeln. Für sie ist jeder Mensch gleich. Diese Einstellung muss auch mit zunehmendem Alter weiter gelebt werden - und nicht nur an den bunten Karnevalstagen ;)

Januar 2017

Mit einem dicken gelben Schal sitzt der Nikolaus auf einem Liegestuhl im Schnee.

21. Januar 2017

Mal ein bisschen Ruhe finden. Das Sauerland scheint dafür der ideale Ort zu sein. Die winterliche Landschaft lädt mich zu langen Spaziergängen ein, bei denen ich die Stille so richtig genießen kann. Abseits von Skipisten und gut besuchten Rodelhängen lassen die glitzernden, schneebedeckten Wälder und Wiesen Freiraum zum Träumen, geben aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, die Natur mit all ihren versteckten Schönheiten bewusst wahrzunehmen.

 

Je länger ich in dieser Winterlandschaft unterwegs bin, umso stärker wächst ein Gefühl in mir: Dankbarkeit. Ich bin dankbar für so eine wunderbare Schöpfung, die es jetzt - mehr denn je - zu beschützen und bewahren gilt.

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Kommentare: 2
  • #1

    Bernhard Hamburger (Donnerstag, 28 September 2017 20:01)

    Ich habe einen Spielwarenladen. Ich hatte schon im vergangenen Jahr einen Bischof St. Nikolaus in fast Lebensgröße während der Advents-und Weihnachtszeit in unserem Geschäft ausgestellt. Gerne würde ich noch mehr weihnachtsmannfreie Artikel präsentieren, wie z.B. Ihre Schokoladenmänner. Bitte mailen Sie oder senden mir per Post ihre Möglichkeiten. Bernhard Hamburger, Spiel-und Schreibwaren, Hauptstr. 21 in 79780 Stühlingen

  • #2

    Georg Theisen (Mittwoch, 03 Oktober 2018 20:04)

    Ich habe gerade (3.10.2018) auf katholisch.de von der neuen Aktion des Bonifatiuswerkes gelesen und dabei das neue Logo für die Weihnachtsfreie Zone entdeckt - und das Tagebuch des Hl. Nikolaus durch das Jahr 2017 und 2018 (eine tolle Idee!). Mir gefällt das neue Logo gut, denn es hat nicht so sehr das "Verbot" im Blick als vielmehr die positive Einladung, den Nikolaustag zu feiern und von hier aus den Hl. Bischof Nikolaus mit in die Advents- und Weihnachtszeit zu nehmen.