Happy Holiday? Nein! Frohe Weihnachten

Die im Untertitel erwähnten Leute stehen hinter einem Tisch, auf dem die Schokonikoläuse des Bonifatiuswerkes aufgebaut wurden, und halten das Plakat "Hier ist Weihnachtsmannfreie Zone" in die Kamera.
Geschäftsführer des Verkehrsvereins, Karl Heinz Schäfer, Monsignore Georg Austen, Ingrid Vogedes und Oswalda Hilbig (v.l.)

Die Nikolausaktion "Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerkes erfreut sich immer größerer Beliebtheit in ganz Deutschland, besonders auch in der Stadt Paderborn.

Bereits zum zweiten Mal unterstützt die Paderborner Tourist Information das Bonifatiuswerk in seinem Bestreben, die Tradition des Nikolaustages in Erinnerung zu rufen und den Nikolaus als Orientierungsfigur wieder mehr in den Blick zu nehmen. Die Tourist Information am Marienplatz wurde kurzerhand zur "Weihnachtsmannfreien Zone" erklärt. Wer dort in der Vorweihnachtszeit einen echten Nikolaus aus Schokolade kauft, tut zugleich etwas Gutes, denn mit den Erlösen aus dem Verkauf der "Weihnachtsmannfreien Zone" werden die ambulanten Kinderhospizdienste in Berlin und Halle an der Saale unterstützt.

Nikolaus bleibt Vorbild

"Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, den Heiligen Nikolaus wieder mehr in Erinnerung zu rufen. Bischof Nikolaus hat uns durch sein solidarisches Wirken auch heute noch viel zu sagen und erinnert uns an grundlegende Werte wir wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Handeln", sagte der Geschäftsführer des Verkehrsvereins, Karl Heinz Schäfer, der zusammen mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, die Tourist Information zur "Weihnachtsmannfreien Zone" erklärte.

Besinnlichkeit gegen Oberflächlichkeit

"Inzwischen lese ich immer häufiger auf Weihnachtsmärkten oder Karten sowie auch in den Schaufenstern von Paderborn im Schatten des Domes die Worte 'Happy Holiday' statt 'gesegnete oder frohe Weihnachten'. Unsere wertvolle Botschaft verblasst so häufig zu einer sinnentleerten Floskel, wodurch wir unsere eigenen christlichen Wurzeln kappen. Bewusst setzen wir mit unserer Nikolausaktion einen Kontrapunkt gegen diesen amerikanischen Trend, der immer mehr zu uns nach Europa herüberschwappt.

 

Es gilt, die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren, dass die Vorbereitung auf das christliche Weihnachtsfest seine eigene Zeit hat. Wir wollen, dass die Freude und das Schöne, das Sinnliche und das Besinnliche unserer wertvollen Traditionen lebendig bleiben und unser Weihnachtsfest als das Fest der Menschwerdung den Menschen von heute etwas zu sagen hat", sagte Austen.

Handeln aus Nächstenliebe

Der Gedenktag des Heiligen Nikolaus, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum mit zahlreichen Volksbräuchen begangen. Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, in der heutigen Türkei. Sein Tun erinnert uns bis heute daran, nicht nur an das eigene Wohlergehen zu denken, sondern den Mitmenschen in den Blick zu nehmen und die Augen vor deren Nöten nicht zu verschließen. (pk)

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