Im Haus des Nikolaus ist für alle Platz

Die im Untertitel erwähnten Leute stehen nebeneinander und schauen in die Kamera. Erzbischof Heße und Msgr. Austen halten ein aus bunten Holzteilen zusammengebautes "Haus des Nikolaus" fest.
Andreas Marx, Erzbischof Dr. Stefan Heße, Schuldezernent Erhard Porten, Daniel Tesfazgi, Bischof Nikolaus, Monsignore Georg Austen, Ulrike Imbusch und Maite Kelly (v.l.)

Am heutigen Vormittag haben das Erzbistum Hamburg, der Katholische Schulverband Hamburg und das international tätige Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken eine große Nikolausaktion in der Hansestadt gestartet - zugleich war dies der Auftakt der bundesweiten Weihnachtsmannfreien Zone des Bonifatiuswerkes.

 

Mit der Stippvisite des Heiligen Nikolaus wurde ein starkes Zeichen für die Solidarität mit Menschen in Not und eine offene Willkommenskultur gesetzt. Die Aktion stand unter dem Motto "Im Haus des Nikolaus ist für alle Platz". Das Haus erinnert uns an all jene Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, die ihre Häuser verloren haben und ebenso an die Flüchtlinge, die keine sichere, winterfeste Unterkunft haben.

Nikolaus ist willkommen

Am Alsteranleger Ballindamm erwarteten 300 Kinder aus Hamburger Grundschulen gemeinsam mit Erzbischof Dr. Stefan Heße, der Sängerin Maite Kelly, dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, sowie Schuldezernent Erhard Porten die Ankunft des Heiligen Nikolaus in der Hamburger Innenstadt.

 

Die Grundschüler begrüßten den Heiligen mit selbst gemalten Transparenten, auf denen Werte wie Solidarität, Hilfsbereitsschaft und Nächstenliebe zu lesen waren. Gemeinsam bauten sie das Haus des Nikolaus aus Holz nach und zogen anschließend durch die Innenstadt zur Hauptkirche St. Petri, wo die Schüler der Katholischen Schule Hochallee ein Nikolaus-Musical aufführten.

Bischof Nikolaus ist angelandet und zieht mit Erzbischof Dr. Stefan Heße, Monsignore Georg Austen und 300 Hamburger Schulkindern zur St. Petri-Kirche.
Bischof Nikolaus ist angelandet und zieht mit Erzbischof Dr. Stefan Heße, Monsignore Georg Austen und 300 Hamburger Schulkindern zur St. Petri-Kirche.

Der heilige Nikolaus ist nicht nur der Schutzpatron der Kinder, sondern durch sein solidarisches Handeln und seinen Einsatz für Menschen in Not bis heute ein wichtiges Vorbild. "Sein Tun erinnert uns bis heute daran, nicht nur an das eigene Wohlergehen zu denken, sondern die Mitmenschen in den Blick zu nehmen und die Augen vor deren Nöten nicht zu verschließen. In einer Zeit, in der Millionen von Menschen aus Angst vor Krieg und Terror ihre Heimatländer verlassen und in Deutschland Schutz suchen, kann der heilige Nikolaus als besonderes Vorbild im Schenken und Teilen dienen", sagte Monsignore Austen.

"Jeder kann ein Nikolaus sein"

Der Hamburger Erzbischof Heße verdeutlichte den Kindern, wie wir alle in der heutigen Zeit im Sinne des Heiligen Nikolaus solidarisch handeln können. Er machte den Kindern Mut, selbst zu einem "kleinen Nikolaus" zu werden. "Ich wünsche mir, dass jeder von uns zum Nikolaus wird, die Not anderer Menschen sieht und sich für sie einsetzt. Denn dann werden viele neue Häuser des Nikolaus gebaut und in ihnen ist jeder willkommen", sagte Heße.

Nikolaus wird von Kindern umringt, die bunte Plakate in die Luft halten und auf denen Worte wie: Vorbild, helfen, Kinder, Gerechtigkeit und teilen stehen.
Am Alsteranleger wird Bischof Nikolaus von 300 Hamburger Schulkindern herzlich empfangen.

"Wir alle sind aufgerufen, Gottes Liebe zu den Menschen zu bringen", sagte der Nikolausdarsteller Norbert Bezikofer, der im Erzbistum Hamburg als Pastor in der Flüchtlingsseelsorge arbeitet. Musikalisch begleitet wurde die Nikolausaktion in der St. Petri-Kirche u.a. von der Entertainerin Maite Kelly, die sich bereits seit vielen Jahren als Patin der "Weihnachtsmannfreien Zone" engagiert. "Auch wenige Menschen können Großes bewirken", rief sie den Kindern zu.

Für Andere einstehen

Mit der Nikolausaktion 2015 wird die Flüchtlingsarbeit in Rendsburg unterstützt. Hier engagieren sich die katholische Kirchengemeinde und die Pfadfinder für die dort untergebrachten Flüchtlinge, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen. Das Projekt wurde auch von den Pfadfindern in der St. Petri-Kirche vorgestellt.