Runder Tisch zur Nikolaus-Aktion

Die im Untertitel erwähnten Personen stehen in einer Gruppe zusammen, schauen in die Kamera und halten verschiedene Plakate in der Hand. (z.B. ein rotes Plakat, auf dem St. Nikolaus steht oder ein weißes, auf dem Weihnachtsmannfreie Zone zu lesen ist.)
Auf Einladung des Bonifatiuswerkes und der Deutschen Bischofskonferenz kamen Verbände, Institutionen, Verlage und Initiativen zu einem Runden Tisch zur Nikolausaktion in Dortmund zusammen.

Auch im 21. Jahrhundert sind Traditionen und Bräuche ein fester Bestandteil unseres Lebens. Sie prägen nicht nur unser Leben, sie lassen auch Gemeinschaft entstehen und richten unseren Blick auf das Wesentliche. Dazu gehört auch der Heilige Nikolaus.

Nikolaus vernetzt

Doch wie kann es gelingen, dass die zentralen Werte, für die der Nikolaus steht, in der Öffentlichkeit wieder stärker wahrgenommen werden? Unter dieser Fragestellung trafen sich unterschiedliche katholische Verbände, Verlage, Institutionen und Initiativen zu einem Runden Tisch zur Nikolausaktion in der Kommende in Dortmund.

 

Die Tagung diente auch der Vernetzung der einzelnen Initiativen miteinander und ermöglichte den Austausch von Erfahrungen und das Knüpfen von Kontakten. Eingeladen dazu hatten das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und der Bereich Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Lebendiges Brauchtum

"Das Kirchenjahr mit seinem Brauchtum ist ein wahrer Schatz für die Glaubensweitergabe, den es jedoch in unserer Zeit neu zu erschließen gilt. Insbesondere der Nikolaus steht für Solidarität und verkörpert Nächstenliebe und Uneigennützigkeit. Diese wertvollen Botschaften müssen wir wieder in der Gesellschaft verankern", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Dazu beitragen könne eine stärkere Vernetzung der Initiativen, die den Nikolaus mehr in den Fokus stellen wollen, denn vieles sei den heutigen Menschen nicht mehr selbstverständlich.

"Wir alle sind Nikolaus"

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde hielt Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti, Experte für christliches Brauchtum und ehemaliger Pressesprecher des Erzbistums Köln, einen Impulsvortrag zum heiligen Nikolaus von Myra und lieferte den Teilnehmern Denkanstöße zum Thema Brauchtum. "In der Gesellschaft ist ein Kampf entbrannt, auch um den Nikolaus. Unsere Werte, Traditionen und unser Leben sind mehr als nur Performance und Kommerz. Der Heilige Nikolaus steht für eine Liebe, die wir nicht kaufen können", sagte Dr. Ottmar John vom Bereich Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.


Anknüpfend daran ging Prof. Becker-Huberti darauf ein, dass es auch an jedem Einzelnen läge, Brauchtum zu pflegen und zu teilen. Unter den Schlagworten "Wir alle sind Nikolaus" oder "Handeln wie der Nikolaus" könnten Einzelpersonen, Initiativen und Verbände die wertvollen Traditionen und Werte des Nikolaus in der Gesellschaft wieder sichtbar machen. Der Bundespräses des BDKJ, Simon Rapp, machte deutlich, dass das Brauchtum insbesondere aber der Heilige Nikolaus in der Jugendarbeit eine wichtige Rolle spiele.

Bonifatiuswerk ist federführend

Aufgrund der langjährigen Erfahrung des Bonifatiuswerkes mit seiner Weihnachtsmannfreien Zone, die jährlich seit 2002 durchgeführt wird und in den Medien großen Zuspruch findet, übernimmt dieses die Koordinierung weitere gemeinsamer Schritte. Bezüglich einer konkreten Zusammenarbeit und Vernetzung der Initiativen wird das Bonifatiuswerk Denkanstöße erarbeiten, inhaltliche Impulse setzen und weitere Termine vorbereiten, damit in Zukunft wieder mehr Menschen handeln wie der Nikolaus.

 

Am Runden Tisch zur Nikolausaktion haben Vertreter von folgenden Verbänden, Institutionen, Verlagen und Initiativen teilgenommen: Butzon und Bercker, Benno-Verlag, BDKJ Speyer, BDKJ Köln, Bundesverband BDKJ, Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung, Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn.

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