"Bitte nur das Original!"

Ein dunkelroter Abdruck vom Weihnachtsmann im Schlitten mit Rentieren auf einem Holzuntergrund.  (Bildquelle: pixabay)
Eine Stimme für den heiligen Nikolaus

"Wir zeigen dem Weihnachtsmann die rote Karte", rief heute Maite Kelly den Menschen in Münchens Fußgängerzone zu.

Gemeinsam mit Weihbischof Engelbert Siebler verteilte die populäre Sängerin am Mittwochmittag Schokoladennikoläuse an Kinder und Erwachsene. Maite Kelly und Weihbischof Siebler machten sich auf diese Weise stark für die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Gegen die Oberflächlichkeit

"Der Weihnachtsmann ist für mich Oberflächlichkeit pur, reiner Kommerz", empörte sich Maite Kelly. "Der heilige Nikolaus zeigt uns hingegen, worauf es wirklich ankommt im Leben: und das ist die Nächstenliebe." Gerne setze sie sich deshalb schon seit einigen Jahren für die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerkes ein. "Vor allem die Kinder sollen erfahren, dass es mehr gibt, als den Geschenkeonkel im roten Bademantel vom Nordpol."

Heiliger Nikolaus im Blick

"Auch im katholischen Bayern hat der Nikolaus mit dem Weihnachtsmann einen ungeliebten Konkurrenten", erklärte Münchens Weihbischof Siebler. "Der heilige Bischof von Myra ist mit seinen guten Taten ein großes Vorbild besonders für die Kinder und wir wollen, dass das so bleibt." Deshalb unterstütze er die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerkes. Weihbischof Siebler betonte, dass es die Traditionen und Bräuche um den heiligen Nikolaus zu erhalten gelte. "Bei uns steht der heilige Nikolaus im Kalender und so soll es bleiben. In die Familien kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern der heilige Nikolaus."

Nächstenliebe und selbstloses Schenken

"Mit der Aktion 'Weihnachtsmannfreien Zone' rufen wir in ganz Deutschland dazu auf, sich kreativ für den heiligen Nikolaus einzusetzen. Vor allem der Nikolausstiefel am 6. Dezember soll wieder überall weihnachtsmannfrei werden", sagte Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken in München. "Ohne die Kinder und Familien die Freude zu vermiesen, wir dürfen uns den heiligen Nikolaus und unsere Tradition nicht von einer weißbärtigen Werbefigur namens Weihnachtsmann nehmen lassen."

 

Der Nikolaus stehe für Werte wie Uneigennützigkeit, Nächstenliebe und selbstloses Schenken und bereite damit auf den wahren Kern des Weihnachtsfestes vor, unterstrich Monsignore Austen. "Der heilige Nikolaus zeigt uns auf dem Weg zum Weihnachtsfest, was Menschwerdung auch für unser Leben bedeuten kann."

 

Mit der augenzwinkernden Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" stärkt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken seit 2002 dem heiligen Nikolaus kreativ den Rücken. Neben Aufklebern, Plakaten, Buttons und einer Arbeitshilfe für Kindergärten und die Familie, bietet das katholische Hilfswerk Nikoläuse aus fair gehandelter Schokolade an. Mit dem Erlös werden ambulante Kinderhospizdienste in Berlin und Halle an der Saale unterstützt.

"Nikolaus, komm in unser Haus"

Erfolge der Aktion zeigen sich in der gesamten Bundesrepublik. Neben der stetig ansteigenden Nachfrage nach Schokoladennikoläusen zeigt sich dies in Initiativen katholischer Jugendverbände des BDKJ beispielsweise im Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen oder auch in München. Unter Titeln wie "Vorfahrt für den Nikolaus", "Nikolaus, komm in unser Haus" oder "Den Weihnachtsmann gibt’s nicht" engagieren sich dabei zahlreiche junge Menschen für den Heiligen. Mit "Für mich – das Original – den Bischof von Myra!" macht sich der Katholische Deutsche Frauenbund stark. Pfarreien, Jugendgruppen und Einzelpersonen verbinden mit Nikolaus karitative Projekte, erzählen die Legenden weiter oder verkaufen Schokoladennikoläuse auf Adventsmärkten für den guten Zweck. (ah)

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