Nikolausaktion 2020 in der Alimaus in Hamburg

Vor der Alimaus bekommen bedürftige Menschen ihr Lunchpaket ausgehändigt © Theresa Meier
Vor der Alimaus bekommen bedürftige Menschen ihr Lunchpaket ausgehändigt © Theresa Meier

WEGEN CORONA VERSCHOBEN AUF 2021:

Vom Bonifatiuswerk gesponserte Lunchpakete mit Schokonikoläusen und dem Nikolausbild von Udo Lindenberg werden dennoch vom Team der Alimaus am 6. Dezember an bedürftige und wohnungslose Menschen verteilt!

 

Geplant war: Am 3. Dezember startet das Bonifatiuswerk seine bundesweite Nikolausaktion in der Alimaus in Hamburg – mit dabei ist die langjährige Patin der "Weihnachtsmannfreien Zone" Maite Kelly. Gemeinsam schaffen sie einen Ort guter Taten. In der Alimaus werden bedürftige und wohnungslose Menschen mit Lunchpaketen versorgt und einem Geschenk bedacht. Durch diese Aktion soll auch auf die schwierige Situation von Wohnungslosen und Bedürftigen in der Corona- und Winterzeit hingewiesen werden, die sich dieses Jahr noch einmal verschärft hat.

Spenden durch Corona gefährdet

Denn durch die Corona-Pandemie seien auch die Spenden zurückgegangen, bestätigt die Leiterin der Tageseinrichtung, Christiane Hartkopf, mit Blick auf die Lebensmittelspenden. "Wir sehen es an den Gästen, die wir schon lange kennen. Nicht nur die, die auf der Straße leben, sondern auch diejenigen, die eine kleine Unterkunft haben, sind alle sehr dünn geworden. Das sind keine guten Voraussetzungen für den nahenden Winter."

 

 

Hinzu komme, dass im Essenssaal der Einrichtung, in dem die Gäste regulär ein Frühstück und eine warme Mahlzeit serviert bekommen, unter Corona-Maßnahmen nur 15 Gäste Platz hätten. Unter normalen Bedingungen können dort 60 Menschen gleichzeitig empfangen werden. "Unsere größte Sorge im Moment ist, dass wir keinen Platz anbieten können. Und es fehlt die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, sich zu unterhalten und sich wahrgenommen zu fühlen", beklagt Christiane Hartkopf.

"Anpassungsfähig bleiben"

Dennoch versuchen sie und ihr Team, auf die Gegebenheiten zu reagieren und im Sinne des Mitbegründers Pfarrer Alfons Rohtert zu handeln. Ein Mann, dessen Haus immer offen stand und der für manch ein Problem unkonventionelle Lösungen fand. "Wir bemühen uns, anpassungsfähig zu bleiben. Wir waren zum Beispiel mit dem Kältebus unterwegs, der Wohnungslose mit Schlafsäcken und warmer Kleidung ausstattet und sie zu Notunterkünften fährt, und haben gesehen, dass viele Menschen eine medizinische Unterstützung brauchen", sagt Hartkopf. Mit dem Gesundheitsbus wurde auf diese Situation reagiert. Auch in den ersten Wochen der Corona-Pandemie, in der die Einrichtung geschlossen bleiben musste, hat das Alimaus- Team Essen mit dem Kältebus in der Stadt verteilt. Es sei wichtig, sich die Flexibilität zu behalten und zu sehen, wo welche Not sei, um entsprechend reagieren zu können und nicht in Lethargie zu verfallen.

"Lunchpakete müssen reichen"

Seit einigen Monaten werden daher auch Lunchpakete vor der Einrichtung verteilt, denn vor der Tür der Alimaus warten täglich etwa 200 Menschen. Belegte Brote, warmes Essen, Getränke, Obst, Joghurt und Gebäck werden von den ehrenamtlichen Helfern tagtäglich zusammengepackt.

 

 

Schon um 10 Uhr stehen morgens die ersten Gäste vor der roten Eingangstür am Nobistor 42 in Hamburg, um ab 12 Uhr eines dieser gepackten Lunchpakete in Empfang nehmen zu können. Für viele ist es die erste und einzige Mahlzeit am Tag. "Es muss reichen", bekennt ein 62-jähriger Gast, der schon seit den Anfängen im Jahr 1992 das Angebot der Alimaus dankend in Anspruch nimmt.  (thmei)

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Kommentare: 2
  • #1

    Daniel Gösele (Freitag, 27 November 2020 02:56)

    Moin,

    ich wollte Fragen ob ihr noch Kleiderspenden benötigen könnt oder auch Essensspenden?

    Liebe Grüße
    Daniel

  • #2

    Bonifatiuswerk (Freitag, 27 November 2020 08:09)

    Lieber Daniel, vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne gebe ich Ihnen den direkten Kontakt zur Alimaus weiter:
    https://www.alimaus.de/docs/153034/kontakt.aspx?

    Herzliche Grüße