"Gegen Weihnachten? Aber nicht doch!"

5 Jugendliche stehen vor einem Weihnachtsmarktstand und halten rot-weiße Plakate und Postkarten der "Weihnachtsmannfreien Zone" in der Hand.
Kath. Jugend Oberursel "missioniert" Frankfurter Zeil

"Weihnachten als christliches Fest der Geburt Jesu scheint in unserer heutigen Zeit immer mehr in den Hintergrund zu rücken.

Wenn alle Welt in der Adventszeit nur noch hektisch auf Geschenkejagd zu strömen gedenkt und die Supermärkte Angst haben, dass sie nicht mehr genug Lebkuchen verkaufen, wenn dieser erst gegen Ende November in den Regalen erscheint, dann muss da etwas eindeutig falsch gelaufen sein." Eben dies dachte sich eine Gruppe Jugendlicher der Katholischen Gemeinden in Oberursel, als sie beschlossen, die Frankfurter Zeil zu "missionieren".

Menschen sensibilisieren

Bewaffnet mit Aktionsmaterialien der "Weihnachtsmannfreien Zone" des Bonifatiuswerks machten sie sich auf, um Menschen, die in letzter Minute auf Geschenkejagd gingen, für den eigentlichen Sinn der Weihnacht zu sensibilisieren.

 

Vermitteln und erklären wollten die Jugendlichen, dass eine weihnachtsmannfreie Zone "sich keinesfalls gegen Weihnachten richtet – wie es vielleicht manchen auf den ersten Blick erscheinen mag", erklärt Maximilian Herrmann, der die Aktion mitorganisiert hat.

 

"Nein, es geht vielmehr darum, dass der Sinn von Weihnachten in der heutigen Zeit für viele nur noch aus Konsum besteht – Weihnachten wird eben inzwischen häufig 'unter dem Baum entschieden'. Dagegen steht die Aktion. Sie will auf den heiligen Nikolaus aufmerksam machen, der eine wahre historische Figur gewesen ist, der vielen Leuten Gutes getan hat. Zudem geht es um den christlichen und eigentlichen Aspekt von Weihnachten. Nämlich nichts weniger als die Geburt Christi."

Aus diesem Grund entschlossen sich die Jugendlichen dazu, die Menschen auf der Straße zum Nachdenken anregen zu wollen, indem sie ihnen Informationen zur Aktion mit auf den Weg gaben.

Hoffnungsträger Zukunft

Den Erfolg ihres Engagements sehen die Jugendlichen dabei vor einem besonderen Hintergrund: "Dieses Jahr können wir wahrlich nicht mehr sagen ob es sich rentiert hat – die meisten Geschenke sind sicherlich in größter Hektik schon gekauft worden. Aber vielleicht zeigt sich in den nächsten Jahren wieder ein wachsendes Verständnis für die christlichen Werte und den besinnlichen Aspekt des Advents und Weihnachtens. Wir geben die Hoffnung nicht auf und sagen solange: 'Weihnachten wird in der Krippe entschieden!'" (kk)

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