Faire Nikoläuse für Landtagsabgeordnete

Ein Mann pflückt in Kolumbien die Frucht eines Kakaobaumes. (Quelle: pixabay)
Kakao-Ernte in Lateinamerika

Mit einer Nikolaus-Aktion wollen kirchliche Jugendverbände in NRW auf die teils menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in vielen kakaoproduzierenden Ländern aufmerksam machen.

Wie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) NRW am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, schicken die Jugendlichen allen Düsseldorfer Landtagsabgeordneten fair gehandelte Nikoläuse aus dunkler Schokolade.

Menschenunwürdige Schokolade

"Beim Massenkonsum in der Vorweihnachtszeit macht sich kaum jemand darüber Gedanken, wo die Schokolade herkommt", sagte die BDKJ-Landesvorsitzende Alexandra Horster. Eine im Auftrag der Kirchen durchgeführte Studie zeige jedoch, dass Kakaoproduzenten noch immer unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiteten.Im NRW-Partnerland Ghana sei Kinderarbeit weit verbreitet, so die Organisatoren der Aktion. Körperliche Schäden und mangelnde Bildung seien die Folge.

 

Das westliche Konsumverhalten verschlimmere die Situation von Kindern und Kleinbauern, hieß es. Mit ihrer Aktion wollen die Jugendverbände an die Landtagsabgeordneten appellieren, eine Vorbildfunktion einzunehmen und für fairen Handel einzutreten. Mit-Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (AEJ-NRW).

Bonifatiuswerk ist Partner

Die Nikolaus-Aktion ist laut Angaben eingebettet in die Initiative "Achtung, weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Damit setzt sich das Bonifatiuswerk seit einigen Jahren für die wahre Bedeutung des Nikolauses und gegen die Konsumfigur des Weihnachtsmannes ein. (KNA)

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