Gehe zu:

Weihnachtsmannfreie Zone
Eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken

Aktuelle Position

Texte / Gedichte  » 

Stichwortsuche

Werbebanner

 

Jetzt Neu: Alles über den heiligen Nikolaus!

Neu! Der "echte" Nikolaus aus Fairtrade-Schokolade!

 

Nikolaus-Bastelbogen zum Gratis-Download!

Jetzt Nikolaus-Bastelbogen herunterladen!

Ihre weihnachtsmannfreien Webseiten

Machen Sie Ihre Webseite weihnachtsmannfrei!

Prominente Nikolaus-Unterstützer

Warum Maite Kelly, Nina Ruge usw. den Nikolaus gut finden

Hannah, Lars und die weihnachtsmannfreie Zone

Hannah und Lars sind in der zweiten Klasse und spielen oft miteinander. Eines Tages, kurz vor dem ersten Advent, sagt Lars zu Hannah: „Du, Hannah, morgen gehe ich mit meiner Tante auf den Weihnachtsmarkt. Wenn du Lust hast, dann komm doch mit!" „Na ja, da muss ich erst meine Eltern fragen." Hannah geht nach Hause und fragt ihre Mutter: „Darf ich morgen mit Lars zum Weihnachtsmarkt?" „Ihr zwei allein?", fragt Hannahs Mutter. „Nein, die Tante von Lars geht doch auch mit." „Na gut, dann sieh mal nach, ob du noch etwas Taschengeld hast! Aber gib nicht alles für überflüssigen Unsinn aus!"

Als Hannah sich dann am nächsten Tag mit Lars auf den Weg machte, gab ihre Mutter ihr noch 5 Euro zum Taschengeld dazu. Mit der Tante fuhren Lars und Hannah mit dem Bus in die Stadt. Als sie dann am Weihnachtsmarkt ankamen, blieben die Kinder erstaunt stehen. Da war ein Glitzern und Füttern, und Weihnachtslieder tönten aus vielen Lautsprechern. Als sie dann an den vielen aufgebauten Buden und Ständen vorbeikamen, wussten sie gar nicht mehr, wohin sie noch schauen konnten. „Hannah, sieh mal, da ist der Weihnachtsmann!", rief Lars ganz aufgeregt.

Und richtig, da saß ein Weihnachtsmann mit rotem Mantel und roter Zipfelmütze und nickte allen freundlich zu. Manche Kinder nahm er auf den Schoß, und die Eltern machten Fotos von ihnen. Zwischendurch rief er: „Hohoho, seid ihr auch alle brav?" Hannah hatte etwas Furcht vor diesem Weihnachtsmann und sagte zu Lars: „Komm, lass uns hier weggehen, der macht mir Angst!" „Aber vor dem brauchst du doch keine Angst zu haben, der bringt dir doch Weihnachten die Geschenke!" „Stimmt nicht", sagte Hannah, bei uns zu Hause bringt das Christkind die Geschenke!" „Gar nicht wahr", sagte Lars, „es ist der Weihnachtsmann!" „Welcher denn?", fragte Hannah und zeigte mit dem Finger auf einen zweiten Weihnachtsmann, der den Weg entlang kam. „Wieso: welcher denn?", fragte Lars, „es gibt doch nur einen!" „Nein, sieh mal, da kommt der zweite!" Lars' Augen wurden groß.

WelcherWeihnachtsmann war denn nun der richtige? Und als sie dann weiter über den Weihnachtsmarkt gingen, begegneten ihnen noch drei andere Weihnachtsmänner. Und Lars war sich sicher: Hier stimmt etwas nicht. Hannah meinte: „Wir können ja mal meine Oma fragen, die weiß über Weihnachten und so gut Bescheid!"

Also gingen sie zu Hannahs Oma und berichteten von ihrem Erlebnis. Sie schaute die Kinder an und sagte: Ja, seht ihr, der Weihnachtsmann, das ist so eine Erfindung der Geschäftsleute, die die Menschen zum Kaufen vieler Sachen bringen wollen. Da stecken in den Kostümen nur Leute drin, die dafür bezahlt werden, dass sie Werbung machen. Der richtige Mann, der den Menschen Geschenke gemacht hat, der heißt Nikolaus. Er war ein Bischof und hat den armen Leuten immer geholfen. Er hatte ein gutes Herz. Und wenn wir einander am Nikolaustag etwas schenken, dann tun wir das, weil er uns das vorgemacht hat. Manchmal kommt ja auch zu euch der Nikolaus. Erinnert ihr euch an den Kindergarten? Da hat auch jemand den Nikolaus dargestellt als Bischof, denn der echte Bischof Nikolaus ist schon lange gestorben und wohnt jetzt bei Gott im Himmel. Er ist ein heiliger Mann, dem wir nacheifern sollen."

Dann erzählte Oma ihnen viele Geschichten vom heiligen Nikolaus, wie er armen Mädchen Gold schenkte, damit sie heiraten konnten, oder wie er dafür sorgte, dass die Menschen in seiner Stadt Korn bekamen und nicht verhungern mussten, oder wie er einem Kaufmann half, dass aus seinem Herzen aus Stein ein gutes Herz wurde. Abends dachten Hannah und Lars, als jeder für sich in seinem Bett lag: Der Nikolaus, der war ein richtig guter Mann. Am nächsten Tag in der Schule erzählten sie von ihren Erlebnissen mit den Weihnachtsmännern und von dem, was Hannahs Oma ihnen vom Bischof Nikolaus gesagt hatte. Die Lehrerin gab Oma Recht und sagte: „Also, wenn wir in der nächsten Woche unseren Adventsbasar machen, dann wollen wir da keine Weihnachtsmänner sehen, oder?" Alle hatten verstanden, um was es ging, und riefen wie aus einem Mund: Nein, nie im Leben. Und Lars meinte: „Wir können ja ein .Weihnachtsmannverbotsschild' aufstellen." „Das müsst ihr dann malen", meinte die Lehrerin. Und Lars zeichnete ein großes Parkverbotsschild mit einem Weihnachtsmann in der Mitte, dem der Balken quer durchs Gesicht ging. Und Hannah malte es mit ihm bunt.

 

Elsbeth Bihler
Aus: Legenden, Lieder, Geschichten und Anregungen zu St. Nikolaus Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken