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Weihnachtsmannfreie Zone
Eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken

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Warum Maite Kelly, Nina Ruge usw. den Nikolaus gut finden

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Prominente Fürsprecher der Aktion

Seitdem die "Weihnachtsmannfreie Zone" ins Leben gerufen wurde, hat sie in der Öffentlichkeit von vielen Seiten Zuspruch bekommen und kleine und große Unterstützer gefunden. Darunter befinden sich auch einige durchaus prominente Fürsprecher, unter anderem: Moderatorin Nina Ruge und ZDF-Moderator Peter Hahne, der über die Jahre schon fast zu einem "Paten" der Aktion geworden ist. Sie sollen an dieser Stelle mit ihren eigenen Statements zu Wort kommen.

Dr. Manfred Lütz
(Psychiater, katholischer Theologe, Bestsellerautor)
:
Foto: © Manfred Lütz


„Es widerspricht der Menschenwürde, bedauernswerte Menschen dazu zu nötigen, als rot-weiße Weihnachtstrottel durch die Gegend zu laufen.“

Dr. phil. Notker Wolf OSBDr. phil. Notker Wolf OSB
(Abtprimas
der benediktinischen Konföderation):

"Auf den Weihnachtsmann kann ich gern verzichten, nicht aber auf den hl. Nikolaus"
"Den hl. Niklaus gab es, der Weihnachtsmann ist ein Plagiat"

 

Daniel „Dän“ Dickopf Daniel „Dän“ Dickopf
(Wise Guys):

Foto: http://wiseguys.de


"Hl. Nikolaus vs. Weihnachtsmann  1:0"

                    

Bruder Paulus TerwitteBruder Paulus Terwitte
(Kapuziner, Moderator, Buchautor):
Foto: W. Bergmann

Der Weihnachtsmann ist ein No-Name, der Bäuche und Kassen zu füllen hat.Das macht ihn müde. Und ich bin ihm müde. Nikolaus hat einen Namen bei Gott, der Sinn macht und Herzen füllt. Das macht ihn lebendig. Und mich dazu.   


"Nikolaus… finde ich gut!"

Warum der Nikolaus der wahre Freund der Kinder ist

Statement von Moderatorin Nina Ruge

Zur Ansicht des Films im Vollbild-Modus klicken Sie bitte in der Menüleiste des Players auf das  -Symbol!


Nikolaus… finde ich gut, denn er ist ein wahrer Freund der Kinder!

Im Gegensatz zum Weihnachtsmann möchte er den Kindern inneren Reichtum schenken – und sie nicht dazu verführen, ausschließlich nach dem äußeren Wohlstand zu streben.

Nikolaus lebte in einer Hafenstadt in der heutigen Türkei. Von seinen Eltern hatte er einen großen Besitz geerbt, mit dem er ein recht bequemes Leben hätte führen können. Nikolaus aber verwendete all sein Gold und seinen Reichtum, um damit Menschen in Not zu helfen und glücklich zu machen. Er setzte sich sein ganzes Leben lang für Andere ein.

Sein Tun motiviert uns alle, nicht nur an unser eigenes Wohlergehen zu denken, sondern immer achtsam für den Menschen neben uns zu sein.

Nikolaus kann – wenn er nicht nur „Stiefel-Füller“ und „Ruten-Droher“ ist – mit seiner eigenen Geschichte Kinder anregen, auf die Not von Mitmenschen zu reagieren, ihnen zu helfen. Vielleicht auch nur mit kleinen Gesten, mit Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Bischof Nikolaus war und ist eine große Figur im Sinne einer „Option für die Armen“.

Kinder lernen niemals abstrakt, sie lernen immer sinnlich-konkret. Im Nikolausspiel erfahren sie leibhaftig: Ich werde von einem Mensch mit großer Seele beschenkt, und der Bischof ist auf der Seite des Guten, er ist ein Freund der Armen und Schwachen, er weist auf Gott hin.

Wer einmal die glänzenden Augen von Kindern gesehen hat, wenn sie einen „echten“ Nikolaus mit Mitra und Bischofsstab erleben, der kann immerhin hoffen, dass diese Kinder sich nicht mehr mit dem Geschenkeonkel der Konsumindustrie zufrieden geben mögen.

Im besten Fall wird Nikolaus für sie zu einer Gestalt, die aus der göttlichen Welt kommt und auf Gott hinweist. Umso wichtiger ist es, Kindern immer wieder den tieferen, den religiösen Hintergrund der Nikolauslegenden aufzuzeigen. Nur so schaffen wir ein Gegengewicht zum Weihnachtsmannrausch der Kaufhäuser und zum banalen Vorweihnachtsflitter, der oft schon im September beginnt.

Natürlich ist es schwierig, „weihnachtsmannfreie Zonen“ herzustellen. Aber ich unterstütze diese Aktion der Kinderhilfe im Bonifatiuswerk von Herzen, denn mit Hilfe der Kirchen, etlicher Kindertagesstätten und Grundschulen und vor allem durch engagierte Familien fließt mehr und mehr auch ein neues Bewusstsein für oft belächelte Werte und Tugenden in unsere Gesellschaft: Geben ist seliger als Nehmen, als Konsumieren.

Bischof Nikolaus – wenn Kinder mehr von seinem wahren Wesen erfahren, kann das Leuchtzeichen sein für Orientierung. Besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise und oft schmerzhafter materiellen Einbußen für Familien.

 


Weg mit der Zipfelmütze!

Warum eine "weihnachtsmannfreie Zone" Sinn macht

von ZDF-Moderator Peter Hahne

 
Jedes Jahr wünsche ich mir aufs Neue, dass der Advent wieder zu einer Zeit wird, in der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Advent heißt ja bekanntlich Ankunft: Die Geburt des Gotteskindes wird vorbereitet.

Deshalb ist diese Zeit geprägt von wunderbaren Ritualen, die unseren Kindern und unserer Seele gut tun. Die uralten Adventstraditionen gehören zu unserer Kultur und zu unserem Glauben.

Mit Spekulatius und „Jingle Bells" im August beschädigen wir langfristig nicht nur den Rhythmus im Kirchenjahr, sondern wir zerstören auch die heilsamen Rhythmen in unserem Leben. Wenn alles gleichzeitig und immer greifbar ist, dann gibt es nichts Besonderes mehr, kein Warten, keine Zeit wirklicher Feste und Feiern, dann ist alles gleichgültig.

Die Aktion "weihnachtsmannfreie Zone" möchte Mut machen, hinter dem Weihnachtsmann der Konsumindustrie wieder mehr den wahren Bischof Nikolaus zu entdecken. Es liegt an uns, ob das im lauten Weihnachtsrummel gelingen kann! Die „weihnachtsmannfreie Zone" macht darauf aufmerksam, dass der am Konsum orientierte Weihnachtsmann der Geschenke-lndustrie nur noch wenig mit dem heiligen Bischof gemein hat. Nikolaus half selbstlos Menschen in Not und war ein Freund der Kinder! Äußeres Zeichen seines Bischofsamtes ist die Mitra und nicht - wie bei der erfundenen Reklame-Figur - eine rote Mütze mit weißem Bommel. Die Unterscheidung zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann fällt jungen wie alten Menschen heutzutage zunehmend schwer. Deshalb finde ich es hervorragend, dass sich das Bonifatiuswerk diese wichtige Aufklärungsarbeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Uneigennützigkeit, Nächstenliebe, Solidarität, Schenken und Teilen - das sind Werte, die ich mit Sankt Nikolaus verbinde. Nikolaus räumt den Weg zu Gott frei. Auch heute noch kann er uns lehren: Schenken macht nicht ärmer, sondern reicher! Und: Eine gute Tat bewegt auch andere zu guten Taten.

Die Ware Weihnacht, wie sie heute angeboten wird, ist nicht die wahre Weihnacht. Und der Weihnachtsmann ist nicht der Nikolaus! Was könnte unsere Zeit mehr gebrauchen als eine Leitfigur, die sich jeder Form von Käuflichkeit widersetzt?

 aus: Legenden, Lieder, Geschichten und Anregungen zu St. Nikolaus,
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken

 


Bischof Bode: Advent ist mehr als nur Rührseligkeit


In einem Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hat Jugend-Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück) die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" des Bonifatiuswerkes als "sehr gut" bezeichnet.

Durch diese Initiative könnten die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, "dass der Advent von mehr lebt als von Rührseligkeit". Der Bischof weiter: "Diese Aktion ermutigt uns, dass wir uns nicht alle zu 'Weihnachtsmännern' machen lassen, marktgerecht entpersönlicht." Er empfiehlt, die Advents- und Weihnachtszeit nicht mit zu hohen Erwartungen zu überfrachten. (zum Interview)

 


„Ach, du lieber, heiliger Nikolaus"

 Vom Nikolaus und Weihnachtsmann

von Manfred Becker-Huberti

Wer Augen hat zu sehen, entdeckt auch hinter seinem verweltlichten Bruder, dem Weihnachtsmann, den jung gebliebenen, alten, heiligen Bischof mit seiner stets aktuellen Botschaft. Denn die hat sich in Legende und Brauchtum erhalten. Heilig ist Nikolaus übrigens nur noch wenigen, auch im kirchlichen Raum. Der Bischof hat schlechte Karten, denn sein Fest - und damit auch seine Popularität - ist der Reform des Römischen Kalenders zum Opfer gefallen. 1969 strich Papst Paul VI. kurzerhand den Gedenktag am 6. Dezember als allgemein gebotenen Feiertag!

Aber: Was nicht mehr geboten ist, ist deshalb noch lange nicht verboten! Nikolaus wird immer noch als Heiliger verehrt, auch wenn sein Bild übertüncht wird durch die Kommerzialisierung als Geschenke-Onkel.

Wir wissen heute, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit einen Nikolaus als Bischof von Myra in Kleinasien gegeben hat. Wann genau er gelebt hat, kann niemand mehr belegen. Und es ist nicht sicher, ob Nikolaus der richtige Name des Bischofs war. Es könnte sich auch um eine Ehrenbezeichnung handeln, denn der Name bedeutet im Griechischen Sieger des Volkes. Nikolaus könnte also jemanden bezeichnen, der das Böse besiegt und dem Volk gezeigt hat, wie das Gute siegreich bleibt.

Der Heilige gewann früh eine derart überragende Bedeutung, dass ihm die Apostelgleichheit zuerkannt wurde. Ein bulgarisches Sprichwort sagt sogar: „Wenn Gott stirbt, dann wählen wir den heiligen Nikolaus zu seinem Nachfolger!"

Ein Bischof der Kinder und für Kinder

Der heilige Nikolaus wurde zum Heiligen der Kinder. Er schenkt unerkannt und heimlich, so wie er in einer seiner Legenden drei Mädchen durch das „Einwerfen" von ererbtem Gold vor Schande bewahrt. Er legt als Heiliger seine Geschenke in ein „Nikolaus-Schiff". Das ist ein von Kindern gebastelter Gabenteller, der erst später durch Stiefel, Schuh, Strumpf oder Teller ersetzt wurde. Entstanden ist das „Schiffchensetzen", ein seit dem 15. Jahrhundert bekannter Brauch, durch das Schifferpatronat des Heiligen. In einer seiner Legenden rettet er nämlich Bootsfahrer. Nikolauskirchen finden sich daher in fast allen See- und Binnenhafenstädten.

Das Kinderbeschenken durch einen Heiligen, das auch im Hause Martin Luthers gepflegt wurde, war reformationstheologisch aber fragwürdig: Weil die Heiligenverehrung abgeschafft wurde, durfte natürlich auch die Kinderbeschenkung die Heiligen nicht mehr populär machen. Martin Luther erfand deshalb das Christkind, das nun zu Weihnachten die Kinder bescherte. Aber die reformierten Niederländer widersetzten sich. Sie feiern bis heute Nikolaus und bescheren immer noch an diesem Tag. Gleiches taten die Katholiken, bis im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert eine Brauchangleichung stattfand: Das „Christkind" wurde „katholisch" und der Weihnachtsbaum zog in die katholischen Häuser ein, dafür fand die Weihnachtskrippe Zugang in evangelischen Familien.

In der Zeit der Gegenreformation war das mittelalterliche Nikolausspiel zum Einkehrbrauchtum umgeformt worden: Nikolaus besuchte nun die Kinder einer Familie zu Hause in eigener Person und befragte sie, ob sie ihre Gebete verrichteten, ausreichendes religiöses Wissen besäßen und brav waren. „Liebe" Kinder erhielten Geschenke, „bösen" drohte die Rute oder gar der Abtransport im Sack. Der Nikolaus-Begleiter („Knecht Ruprecht") erschien meist als „schwarzer Mann" an einer Kette und symbolisierte so das Böse, das dem Guten dienen musste.

Wie der Patron der Kinder zum Packesel für die Geschenkeindustrie wurde

Die Aufklärung schließlich brachte eine „Persönlichkeitsspaltung" des Nikolaus. Im kirchlich-katholischen Bereich blieb der Heilige erhalten; von ihm spaltete sich der „böse Nikolaus" ab, der Nikolaus und Knecht Ruprecht in einer Person darstellt. Für seine eigenen Kinder zeichnete der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann den 1845 erstmals im Druck erschienenen Struwwelpeter. Diese von zeitgemäß bürgerlicher Anpassungs- und Drohpädagogik gespeiste Bildgeschichte greift die Figur des Nikolaus (nur noch am Namen und der roten Farbe des Mantels und der Zipfelmütze erkennbar) auf, füllt sie inhaltlich aber völlig anders: „Niklaus", „bös und wild", steckt Kinder in ein Tintenfass und macht sie „schwarz", statt ihnen zu helfen.

Die evangelischen Niederländer, die sich ihren heiligen Nikolaus von Luther nicht hatten nehmen lassen, importierten ihn in die Neue Welt. Aus Sinte Klaas wurde Saint Claus und schließlich Father Christmas, den die Coca-Cola-Werbung in ihren Hausfarben Rot-Weiß populär machte. In diesem Outfit wurde er nach dem Ersten Weltkrieg nach Europa reimportiert und mutierte hier zum Weihnachtsmann. Dieser Typ von säkularisiertem Nikolaus hatte im 19. Jahrhundert aber auch seinen deutschen Vorläufer: „Herrn Winter", einen alten Mann mit Kapuze, Weihnachtsbaum und Geschenken. Als Väterchen Frost macht er im „Ostblock" Karriere. Hier konnte er den Brauchbedarf befriedigen, war aber von den christlichen Festquellen gekappt.


Der wahre Nikolaus wartet auf seine Wiederentdeckung

Was ist geblieben? Der heilige Bischof hat es heute schwer. Sein kommerzieller Widerpart hat nach wie vor Konjunktur. Aber: Wenn die Menschen des Weihnachtsmannes längst überdrüssig sein werden, ist der heilige Nikolaus noch lange nicht reif für den Schrottplatz der Frömmigkeit. Er ist als Patron zahlloser Kirchen, Kapellen, Altäre und Orte überall gegenwärtig

Vielleicht gelingt es uns wieder, mehr Menschen das zu erschließen, was Nikolaus so faszinierend gemacht hat: Dieser Bischof ist einer, der anderen vormachte, wie man bei Gott heilig wird. Besitz dient ihm nicht zur Repräsentation oder als Machtfaktor, sondern ist ihm Geschenk Gottes, das dann Früchte bringt, wenn man es weitergibt. Schenken heißt bei Nikolaus: den Weg zu Gott frei räumen. Geschenkt wird nur vordergründig materiell - eigentlich wird das ewige Leben geschenkt. Und unsere Nikolausgeschenke sollen ein wenig an diese Art des Schenkens erinnern. „Heilig" umfasst bei Nikolaus auch noch das körperliche Heilsein. Der Schenkende erledigt keine religiösen Pflichten, kauft sich nicht Anerkennung oder Liebe, er gibt einen Teil von sich - und das ohne „Quellenangabe". Je mehr der verweltlichte Nikolaus als Weihnachtsmann zum Kaufanreiz verzweckt wird, desto reizloser wird sein Image.

Was könnte unsere Zeit mehr gebrauchen als eine Leitfigur, die jeder Käuflichkeit widerspricht?

  aus: Geschichten und Lieder vom Schenken
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken