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Seit 2007 begleiten im Hospizdienst des Caritasverbands für das Erzbistum Berlin e.V. über 120 Ehrenamtliche in Berlin und Brandenburg Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Seit einiger Zeit werden im gesamten Stadtgebiet Berlin auch Familien mit schwerstkranken Kindern betreut. „2010 konnten wir neben 150 Erwachsenen zehn Kinder begleiten, von denen die Ärzte ausgehen, dass sie nicht mehr gesunden, Tumorpatienten, Kinder im Wachkoma, Leukämie“, sagt Marita Behrens, Leiterin des ambulanten Caritas-Hospizes. Um diese Arbeit weiter auszubauen, wird das Projekt im Jahr 2010 von der Diaspora- Kinder- und -Jugendhilfe des Bonifatiuswerkes unterstützt.
Die ehrenamtlichen und und speziell geschulten Caritas-Hospizbegleiter besuchen regelmäßig sterbende und schwerstkranke Menschen. Sie helfen im Alltag und haben ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte, dienen als Ansprechpartner in Situationen der Trauer und der Hoffnung.
Für schwerstkranke Kinder, deren Eltern oft an Belastungsgrenzen stoßen, ist diese Zuwendung besonders kostbar. Denn ein krankes Kind braucht mehr Pflege, Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten. Ganz unersetzlich ist die Liebe der Eltern. Je besser sich die Eltern auf den kleinen Patienten einstellen können, desto positiver für den Krankheitsverlauf. Eine Aufgabe, die von den Eltern alles abverlangt. Geschwister in der Familie, stellen weitere Anforderungen. Aber auch Unsicherheit, Ungewissheit und bange Fragen im Umgang mit der Krankheit seines Kindes, kosten Nerven und Kraft, beschäftigen die Eltern.
Die Hospizbegleiter helfen ihnen, Lasten zu tragen, kümmern sich um das kranke Kind oder die Geschwister, stehen den Eltern bei oder erledigen ganz praktische Dinge des Alltags. Kurz: sie entlasten die Familie, wo sie können und tragen mit dazu bei, dass die Kinder ihre Schmerzen und Ängste für einige Zeit vergessen.
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Die Angebote des ambulanten Kinderhospizes mit seinem Familienbesuchsdienst sind für die Betroffenen kostenlos. Durch Spenden finanziert werden müssen daher beispielsweise die Ausbildung der ehrenamtlichen Familienbegleiter, Fahrtkosten oder kleine Geschenke für die Patienten und Angehörigen. „Gerade für die Familienbegleitungen fehlt uns oftmals Geld“, klagt Marita Behrens, Leiterin des ambulanten Caritas-Hospizes. Denn weder für Geschwisterkindern, noch für trauernde Kinder, die ihre Eltern oder ihre Geschwister verloren haben, noch für Kinder auf dem Weg zur Besserung gebe es aus öffentlichen Töpfen und von Krankenkassen etwas. Auch die intensive Betreuung der Ehrenamtlichen müsse der Kinderhospizdienst selbst finanzieren.
So zeigt sich Behrens sehr dankbar, dass die Diaspora-Kinder- und -Jugendhilfe des Bonifatiuswerkes den ambulanten Kinderhospizdienst unterstützt. Immerhin sei der ambulante Hospizdienst mit all seinen Angeboten ein beredtes Zeugnis christlichen Glaubens inmitten einer stark säkularisierten Stadt, betont Behrens.